LEHRER und ORCHESTER

LEHRER GYÖRGY G. RATH

György G. Ráth gehört zu den wenigen Dirigenten, die sowohl in der Welt der Oper und Oratorien als auch der symphonischen Musik zuhause sind.
Als Musikdirektor der Ungarischen Staatsoper schuf er die weltweit erste Aufführung einer Oper in 3-D: Béla Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“. Er leitete das Opernhaus während der bestverkauften Spielzeiten der letzten 15 Jahre.

Er war der 10. Vorsitzende des Budapest Philharmonic Society Orchestra, als er das erste Mal nach dem Komponisten Mahler dessen in zwei Teile gegliedertes symphonisches Gedicht dirigierte, das lange Zeit verloren geglaubt war. Er rekonstruierte das Werk aus den vorhandenen Manuskripten selbst, wofür er den Titel Doctor Liberalium Artium der Universität Pécs erhielt.

Er ist regelmäßiger Gast-Dirigent des Teatro Colón in Buenos Aires, der Hamburger Staatsoper, des Lyric Theatre in Chicago, des Teatro La Fenice in Venedig, der Opernhäuser in Rome und Nizza und symphonischer Orchester wie der Sevilla Royal Philharmonics, des Symphonieorchesters des italienischen Radios, des Seoul Philharmonic Orchestra und der Zagreber Philharmoniker.

György G. Ráth unterrichtet regelmäßig junge Musiker. Er schrieb ein Buch über Dirigieren einschließlich seiner persönlichen Erfahrungen sowie über die Dinge, die er während seines eigenen Studiums von seinen ungarischen Lehrern László Somogyi and Ervin Lukács, aber auch von Franco Ferrara in Italien, Leonard Bernstein und Seiji Osawa in den USA, Kurt Masur in Deutschland und Karl Österreicher in Österreich lernte.

György G. Ráth begann seine Karriere 1986 mit dem Gewinn des Toscanini-Wettbewerbs in Parma.

Philharmonisches Orchester Györ

Der Verein für Gesang und Musik von Györ – Vorläufer des Philharmonischen Orchesters von Györ –

wurde von Antal Richter gegründet, dem Vater des weltberühmten Dirigenten Janos Richter.

Aus dem Ensemble wurde 1894 das Orchester der Gemeinde Györ. Ein Meilenstein in der Karriere des Orchesters ist das Jahr 1968, als die semi-professionelle Kunst-Institution in ein professionelles Konzertorchester umgewandelt wurde. Das Orchester spielt eine wichtige Rolle im kulturellen und musikalischen Leben der Stadt und der Region Györ.

Das Philharmonische Orchester Györ hat in den letzten Jahren neben zahlreichen Konzerten in Ungarn und im Ausland mehr als 15 CDs produziert. Es spielte in fast allen Ländern Europas sowie in Marokko, China, Süd-Korea und Taiwan.

In den letzten Jahrzehnten wurde das Orchester von berühmten ungarischen und internationalen Künstlern dirigiert, darunter Angelo Epfrikian, Lamberto Gardelli, Arvid Jansons, Kobayashi Ken-Ichiro, Zoltán Kocsis, Ludovit Rajter, Yuri Simonov, Gilbert Varga, Carlo Zecchi.

In der Liste der Solisten, die mit dem Orchester gearbeitet haben, finden sich Alexandru Agache, Kristóf Baráti, Gergely Bogányi, Gábor Boldoczki, Jörg Demus, Annie Fischer, Endre Gertler, Ida Haendel, Jenő Jandó, Zoltán Kocsis, Aga Mikolai, Jevgenyij Nyesztyerenko, György Pauk, Miklós Perényi, Dezső Ránki, István Ruha, Vilmos Szabadi, István Várdai, Bernadett Wiedemann.

Neben der Pflege der klassischen Standardwerke, die sich in seinem ständigen Repertoire befinden, hat sich das Orchester auch aktiv der Aufführung von Werken zeitgenössischer ungarischer Komponisten gewidmet, darunter mehrere Uraufführungen.

Im Frühjahr 2009 ging das Orchester mit dem legendären italienischen Komponisten und Oscar-Gewinner Ennio Morricone auf Tournee in den Fernen Osten und durch Europa.

Direktor des Philharmonischen Orchesters Györ ist seit Juli 2008 Géza Füke.

Der künstlerische Leider des Orchesters war der Dirigent und als Klarinettist mit dem Liszt-Preis ausgezeichnete Kálmán Berkes.

 

Website: www.gyfz.hu