DAS ERBE

Das Erbe der ungarischen Dirigenten: HANS RICHTER

Hans Richter (1843 – 1916) wurde auserwählt, 1876 die erste vollständige Aufführung von Wagners „Ring des Nibelungen“ in Bayreuth zu dirigieren und brachte danach viele Opern Wagners zur Erstaufführung.
Er leitete das Hallé-Orchester (1899–1911) und war Chef-Dirigent des London Symphony Orchestra(1904–1911).
Richter hatte keine Angst vor Experimenten: 1908 führte er den „Ring“ in englischer Sprache am Covent Garden auf und dirigierte die Erstaufführung vieler symphonische Werke von Brahms, Elgar, Bruckner, Tchaikovsky und Ignacy Jan Paderewski.

Auch M° Győriványi Ráth Györgys Bereitschaft, im Interesse der Kunst Experimente zu wagen, ist bemerkenswert. Als musikalischer Leiter der Ungarischen Staatsoper schuf er zum Beispiel die weltweit erste Aufführung einer Oper in 3-D: Béla Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“. Er leitete das Opernhaus während der letzten 15 Jahre.

 


Das Erbe der ungarischen Dirigenten: ARTHUR NIKISCH

Arthur Nikisch (1855 – 1922) gilt vielen als Begründer des modernen Dirigierens mit tiefgreifender Analyse der Partitur, einfachem Taktschlag und großem Charisma.
Nikischs Dirigierstil wurde von Leopold Stokowski, Arturo Toscanini, Sir Adrian Boult, Fritz Reiner, Ervin Nyiregyházi und vielen anderen außerordentlich bewundert.
Arthur Nikisch hatte enormen Einfluß auf Wilhelm Furtwängler, der Nikisch stets als sein einziges Vorbild betrachtete. Nikisch unterstützte Furtwängler zu Beginn von dessen Karriere und sah in ihm seinen Nachfolger.
Er war ein Pionier in vieler Hinsicht. Im April 1912 brachte er das London Symphony Orchestra als erstes europäisches Orchester in die USA.
Am 10. November 1913 produzierte Nikisch eine der ersten Aufnahmen einer kompletten Symphonie : Beethovens Fünfte mit den Berliner Philharmonikern. Die Einspielung wurde später von der DGG und anderen modernen Labels auf LP und CD neu aufgelegt.
Er war musikalischer Direktor des Boston Symphony Orchestra und der Berliner Philharmoniker sowie auch des Hungarian Royal Opera House, wie sich das heutige Hungarian State Opera House früher nannte, dessen musikalischer Direktor M° György G. Ráth ab 2001 war.

 

 


Das Erde der ungarischen Dirigenten: ERNST VON DOHNÁNYI

Ernő Dohnányi (deutsch Ernst von Dohnányi) (1877 – 1960) studierte in der damaligen “Royal National Hungarian Academy of Music” in Budapest und wurde bald weltweit berühmt als Komponist, Pianist und Dirigent.
Er war einer der Lehrer des jungen George Solti in Budapest.
M° György G. Ráth nahm seine beiden Klavierkonzerte mit dem Budapest Symphony Orchestra für das renommierte ungarische Label Hungaroton auf.

 

 

 

 

 

 


Das Erde der ungarischen Dirigenten: HANS SWAROWSKY

Jeder kennt Hans Swarowsky (1889-1975) als den einflussreichsten Lehrer des 20.Jahrhunderts. Zu seinen Schülern gehören Claudio Abbado, Zubin Metha, Giuseppe Sinopoli, Ivan und Adam Fischer, Gianluigi Gelmetti, Albert Rosen, Bruno Weil etc.
Aber nicht jeder weiß um seine ungarischen Wurzeln.
Er studierte Dirigieren bei Felix Weingartner und Richard Strauß und Musiktheorie bei Arnold Schoenberg und Anton Webern. Herbert von Karajan holte ihn auf den Posten des ständigen Dirigenten der Wiener Staatoper
Swarowskys Vorlesungen und Essais wurden in der Publikation „Wahrung der Gestalt“
(„Keeping Shape“) gesammelt und veröffentlicht, die heute als Enzyklopädie für Aufführung und Dirigieren dient.
Von 1957 bis 1959 war er Chefdirigent des Scottish National Orchestra (heute Royal Scottish Nat. Orch.)
Auch wenn er nicht direkt mit ihm verbunden war, führt M° György G. Ráth sein Erbe großer in Ungarn geborener Lehrer weiter.

 


Das Erde der ungarischen Dirigenten: GEORGE SZELL
George (György) Szell (1897 – 1970) wird weithin als einer der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts geschätzt.

Heute erinnert man sich an ihn wegen seiner langen und erfolgreichen Zeit als Musikdirektor des Cleveland Orchestra in Cleveland, Ohio und aufgrund der Einspielungen des klassischen Standardrepertoires, die er in Cleveland und mit anderen Orchestern machte.
Szell kam 1946 nach Cleveland, um ein angesehenes, aber zu kleines Orchester zu übernehmen,
das darum kämpfte, sich von den Verlusten und Brüchen des Zweiten Weltkrieges zu erholen.
Bei seinem Tod wurde Szell zugeschrieben, aus dem Orchester etwas gemacht zu haben, „ was viele Kritiker als der Welt schärfstes symphonisches Instrument ansahen“, wie es der Kritiker Donald Henahan formulierte.
Auch M° Győriványi Ráth Györgys Aufnahmeaktivitäten sind beeindruckend: im Laufe seiner Karriere hat er mehr als 30 CDs mit einem unglaublich großen Repertoire eingespielt.

 

 

 


Das Erbe der ungarischen Dirigenten: SÁNDOR VÉGH

Sándor Végh (1912-1997), bestens bekannt als einer der großen Geiger der Kammermusik des 20.Jahrhunderts, gründete auch ein Orchester, das Sándor Végh Kammerorchester, und wurde 1978 Dirigent der Camerata Academica des Mozarteums, mit der er eine CD mit Mozarts Divertimentos und Serenaden aufnahm, die 1989 den Grand prix du Disque gewann.
Carlos Kleber nannte Vegh „mein Dirigier-Idol“.

 

 

 


Das Erbe der ungarischen Dirigenten: SIR GEORG SOLTI

In Budapest als György Stern (1912-1997) geboren, studierte er dort bei Béla Bartók, Leó Weiner und Ernő Dohnányi. Er war langjähriger musikalischer Direktor des Chicago Symphony Orchestra, eine Position, die er 22 Jahre lang inne hatte.
Er war mit mehr als 250 Einspielungen, darunter 45 komplette Opern, sehr produktiv als Dirigent von Plattenproduktionen und nahm viele Werke zu verschiedenen Zeiten seiner Karriere zwei oder drei Mal auf.
Nach einer weiteren Tätigkeit als Repetitor an der Oper in Budapest und mit gestiegenem Ansehen durch seine Verbindung mit Toscanini, begann Solti eine Karriere als Operndirigent.
Er war u.a. musikalischer Direktor der Bayerischen Staatsoper in München und der Covent Garden Opera.
M° Győriványi Ráth György setzt die lange Tradition ungarischer Dirigenten in Top-Positionen von Opernhäusern in aller Welt fort: er war musikalischer und künstlerischer Direktor der Ungarischen Nationaloper und ist jetzt Musik-Direktor der Opéra de Nice.

 


Das Erbe der ungarischen Dirigenten: ANTAL DORÁTI

Antal Doráti (1906 – 1988) wurde in Budapest geboren und studierte an der Franz Liszt Akademie Komposition bei Zoltan Kodály und Leo Weiner sowie Klavier bei Béla Bartók.
Mit Bartók bleib er viele Jahre weiter verbunden: er dirigierte viele Uraufführungen seiner Werke.
Seine ersten Aufnahmen machte er mit dem London Philharmonic Orchestra, und im Laufe seiner Karriere produzierte Dorati mehr als 600 Aufnahmen. Für Hungaroton spielte er auch Bartóks Konzert für Orchester und sein Divertimento für Streicher ein.
Nach Antal Dorati ist einer der bedeutendsten Dirigier-Wettbewerbe benannt, der Antal Dorati Wettbewerb in Budapest, der alle 3 Jahre stattfindet.
M° György G. Ráth nahm ebenfalls Bartóks Divertimento auf, in einer vielfach geschätzten Einspielung mit dem Hungarian Virtuosi Chamber Orchestra.

 


Das Erbe der großen ungarischen Dirigenten findet in Maestro GYÖRGY G. RATH seine Fortsetzung.

Ein Erbe, das von Arthur Nikisch und Hans Swarowsky begründet wurde und über George Szell, Sándor Végh, Antal Dorati, Sir George Solti bis heute fortdauert.
György G. Ráth begann seine Karriere 1986 mit dem Gewinn des Toscanini Wettbewerbs in Parma
und ist regelmäßiger Gast einiger der bedeutendsten Opernhäuser und Philharmonischen Gesellschaften der Welt.
György G. Ráth unterrichtet regelmäßig junge Musiker. Er schrieb ein Buch über Dirigieren einschließlich seiner persönlichen Erfahrungen sowie über das, was er während seines eigenen Studiums von seinen ungarischen Lehrern László Somogyi and Ervin Lukács, aber auch von Franco Ferrara in Italien, Leonard Bernstein und Seiji Osawa in den USA, Kurt Masur in Deutschland und Karl Österreicher in Österreich lernte.

www.rath.info.hu oder www.opera-nice.org/fr/artistes/orchestre/direction